Details

DatumZeitLigaSaisonSpieltagLive-StreamZuschauer
27. Dezember 202013:001. ÖFB Futsal Liga2020/211Laola1.at0

Ergebnisse

ClubEndstandHalbzeitGelbGelb/Rot
Futsal Club Graz GRZ3161
FUTSAL Klagenfurt412

Zusammenfassung

Bericht SJH

Das Drittrundenspiel zwischen dem FC GRZ und Futsal Klagenfurt avanciert zum „Skandalspiel“ der Runde, zumindest ist die 1.ÖFL um eine Anekdote reicher. Beide Mannschaften haben vor Beginn des Spiels erst ein Match in den Beinen. Während die Kärntner ihre Auftaktpartie vs Libero Graz siegreich gestalten konnten, musste sich der GRZ über ein aus ihrer Sicht unglückliches Last-Minute-Unentschieden gegen Diamant Linz ärgern. Dass sich dieser Ärger in der nun folgenden Partie potenzieren würde, war allerdings noch nicht abzusehen.

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Das Pack-Derby beginnt taktisch anspruchsvoll, lange schaffen es beide Mannschaften den Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten. Chancen sind Mangelware, beide Seiten küssen zumindest je einmal das Aluminium. Viele kleinere Fouls und Nickligkeiten stören den Spielfluss, was sich bereits im ersten Long-Penalty nach 12 Minuten äußert. Robert Matic verwertet gegen den herauseilenden Waltl souverän. Zwanghaft besser wird die Partie dadurch nicht, die Grazer können das Match jedoch sehr ausgeglichen halten. Der Lohn erfolgt durch den Ausgleich von Erman Bevab (im offiziellen Spielbericht wird fälschlicherweise Herceg als Torschütze genannt – nicht der erste und einzige Fehler des Schiedsrichter-Trios an diesem Nachmittag) nach Vorlage von Herceg. Mit dem hart umkämpften Unentschieden geht es in die Kabinen.

Die zweite Hälfte startet furios, Boris Tomic verzögert geschickt vor Keeper Waltl, der Klagenfurter muss den Ball nur noch lässig über die Linie lupfen. Wieder kämpfen sich die Hausherren ins Spiel zurück, der beste Grazer Spieler Alen Herceg tankt sich mit einer gekonnten Ballmitnahme an zwei Gegenspielern vorbei und versenkt das Leder in der langen Ecke. Egal was die Grazer an diesem Tag in die Waagschale legen, die Kärntner wissen immer die passende Antwort darauf. Zwei klasse Einzelaktionen bringen die Klagenfurter endgültig in die Spur. Zunächst schüttelt Robert Matic in der 30. Spielminute seinen Gegenspieler ab, um den Ball in der kurzen Ecke zu versenken. Nur eine Minute später tankt sich Nationalteamspieler Said Djulic sehenswert durch, sein Toe-Poke ist zu hart, um von Waltl noch entscheidend abgelenkt zu werden, 4:2 damit der neue Spielstand.

Jetzt wird es richtig dramatisch. Danijel Prskalo, der in dieser Spielzeit noch nicht auf dem Höhepunkt seines Schaffens ist, handelt sich eine gelb-rote Karte ein. Die Grazer überstehen die zweiminütige Unterzahl bravourös, drängen mit allen Mitteln auf den Ausgleich. Selbstverständlich also die Idee, mit dem Flying Goalkeeper zum Erfolg kommen zu wollen. Der in blau gewandete Waltl wirft den Ball auf einen Mitspieler aus, dieser lässt für den in weiß gekleideten Anel Kocijan tropfen. Bereits jetzt werden Unmutsäußerungen der Klagenfurter Bank laut, doch das Schiedsrichtertrio lässt unbeeindruckt weiterlaufen. Und tatsächlich, GRZ verkürzt auf 3:4.

Jetzt wird die Klagenfurter Bank richtig laut, denn zweierlei Regelverstoß ist hier wohl passiert: Der ins Spiel kommende, als Tormann fungierende Kocijan spielte den Ball nach Auswurf des eigenen Keepers ein zweites Mal in der eigenen Hälfte, auf gut österreichisch lag eine Doppelberührung vor. Zudem liefen Waltl und Kocijan in unterschiedlichen Farben auf. Hätte alles vom Schiedsrichtertrio sofort erkannt werden müssen, was leider ausblieb. Jetzt muss erstmal das Schiedsgericht entscheiden, GRZ hat auf jeden Fall Protest eingelegt.

Zumal es den Grazer schlussendlich nur noch gelingt per Strafstoß auf 3:4 zu stellen. Könnte man auch im Spielbericht vermerken, wohlgemerkt. Wer möchte aber so kleinlich sein?

 

SJH

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Torschützen

  • 0:1 Matic (Long Penalty)
  • 1:1 Erman Bevab
  • 1:2 Tomic
  • 2:2 Herceg
  • 2:3 Matic
  • 2:4 Djulic
  • 3:4 Kocijan (Penalty)

Jürgen Riepl (FUTSAL Klagenfurt)

Riepl

Ein schnelles Spiel von beiden Seiten, mit dem besseren Ende für uns. Was aus unserer Sicht auch verdient war. Der Aufreger der Partie war natürlich der Flying Goalkeeper mit dem falschen Dress – aber Regel ist Regel – ob unsinnig oder nicht.

3 - 4
Zeit

Schiedsrichter

Schiedsrichter
Stauber Daniel (WFV)
Assistent 1
Kilicdagi Bünyamin
Assistent 2
Beganovic Elvedin (StFV)

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