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DatumZeitLigaSaisonSpieltagLive-StreamZuschauer
20. Dezember 202013:001. ÖFB Futsal Liga2020/216YouTube0

Ergebnisse

ClubEndstandHalbzeitGelb
FSV Uniqa St. Pölten22
Fortuna Wr. Neustadt932

Zusammenfassung

Bericht SJH

Niederösterreich-Derby in Liga 1, der Futsal-Newcomer aus der Landeshauptstadt FSV St. Pölten trifft auf den Veteranen und selbsternannten Meisterschaftsfavoriten Fortuna Wiener Neustadt. In Runde eins konnten die St. Pöltner phasenweise mit den routinierten Linzern mithalten, am Ende setzte es eine 4:7 Niederlage. Keine Mühe mit Auftaktgegner St. Lambrecht hatte wiederum die Fortuna, die eher Probleme hatte, ihre Überlegenheit in ein noch höheres Resultat umzumünzen.

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Die St. Pöltner haben sich vor der Saison mit namhaften (Ex-)Spielern aus der österreichischen Fußball-Bundesliga verstärkt, so schnüren diese Saison Michael Ambichl und Issiaka Ouedraogo die Hallenschuhe des FSV. Hier zeigt sich gleichzeitig aber das größte Problem der Mannschaft. Die fußballerische Klasse ist da, allein die futsalspezifischen Abläufe sind noch nicht in die Beine der FSV-Kicker übergegangen. Anders als bei der Fortuna, die bereits einige Jahre in der höchsten Spielklasse aufweisen kann. Dies zeigt sich von Beginn weg, die Gäste versuchen das Spiel aufzuziehen, und gehen auch prompt in Front.

Begünstigt wird die Führung der Fortuna in Minute 5 durch einen unmotivierten Ausflug des St. Pölten-Keepers Marco Moser, Nationalteamstürmer Marco Meitz spielt den Ball zur Mitte, wo der ewig unterschätzte Christopher Hatzl zum 1:0 ins verwaiste Tor trifft.

Dem 2:0 geht ein schöner Spielzug der heute in grau-orange gekleideten Gäste voraus. Stefan Milenkovic passt das Leder ins Zentrum zu Mirza Jatic, der nur noch danke sagen muss. Ein Spielzug, wie wir ihn uns auch im Nationalteam wünschen würden.

Ein Distanzschuss bringt die Heimischen zurück in die Partie, Neuzugang Mario Mostböck versenkt den Ball in die kurze Tormannecke. Die Freude währt allerdings nur kurz, Teamspieler Mirza Jatic verdoppelt sein heutiges Torkonto, alleinstehend in der Mitte vollendet er einen weiteren gelungenen Spielzug der Fortuna.

Am Tag der verschossenen 10-Meter reiht sich auch Markus Geppl ein, er verpasst es seine Mannen zurück in die Partie zu bringen. Besser macht es sein Teamkollege Markus Hofbauer, der ein Solo über den ganzen Platz mit einem satten Schuss in die lange Ecke zum 2:3 abschließt. Apropos verschossene Long Penalty: Auch Marco Meitz hätte sich heute ein größeres Tor gewünscht.

Der bullige Pivot macht es zu Beginn der zweiten Hälfte besser, im Fallen trifft Meitz nach Vorlage von Bajrami zum 4:2. Der FSV setzt nun auf die Karte offener Schlagabtausch – Gefährlich, wenn man selbst nicht ins Tor trifft. So kommt es wie es kommen muss: Bajrami setzt Nationalteamspieler Adileid Dizdarevic gekonnt in Szene, der trifft an Keeper und Stange vorbei zum 5:2. Die Schleusen öffnen sich, innerhalb von drei Minuten treffen die Fortunen erneut unfassbare viermal.

Hattrick-Hero-Hatzl, Vorlagen-König Bajrami und Emotional Leader Meitz stellen auf 9:2. Damit geben sich die Gäste zufrieden, der Rest ist nur noch Schaulaufen. Die Fortuna unterstreicht mit diesem klaren Erfolg ihre Meisterambitionen, für den FSV heißt es weiterhin ins Futsal-Training zu investieren, um die Klasse der Einzelkicker auch in ein gelungenes Teamspiel umzumünzen.

Stefan Lärnsack (FSV Uniqa St. Pölten)

Lärnsack

Wer das Spiel nicht und nur das Ergebnis heute gesehen hat, denkt wohl Fortuna hat uns abgeschossen. Auch wenn es sich für manche jetzt realitätsfremd anhört, hätte das Spiel definitiv anders laufen können bzw. müssen. Wir hatten in Hälfte 1 die klar besseren Chancen und hätten zur Halbzeit führen müssen. Zweite Halbzeit machten wir gleich wieder Druck, verabsäumten aber den Ausgleich. Dann hatten wir eine kurze Phase, wo wir innerhalb weniger Minuten vier Tore bekommen haben. Wir wollten nur mehr nach vorne spielen und haben die Defensive komplett außer Acht gelassen bzw. haben wir die Räume nicht mehr gut verteidigt und im Defensivverhalten die notwendigen Meter nicht mehr gemacht. Und das rächt sich gegen so ein Top-Team wie die Fortuna! Ich will nicht sagen, dass wir unverdient verloren haben – aber aus meiner Sicht wäre mindestens ein Punkt verdient gewesen. Alles in allem muss man auch die Qualität der Fortuna akzeptieren. Sie haben zur richtigen Zeit die Tore gemacht und vor allem waren sie auch um einiges effizienter als wir vor dem Tor. Das ist keine Übungssache, sondern einen Kopfsache. Wenn ich den Ball nicht entschlossen über die Linie drücken will, wird es immer schwer sein ein Tor zu erzielen. Spielentscheidend war für mich die fehlende Konsequenz vor dem Tor und die 3-4 minütige Phase in der zweiten Halbzeit, wo wir zwar physisch aber nicht mit dem Kopf und dem Willen anwesend waren.

Daniel Kohn (Fortuna Wr. Neustadt)

Kohn

In der ersten Halbzeit hat sich das erwartet schwere Spiel abgezeichnet. St. Pölten hat sehr gut dagegen gehalten und wir haben nach dem 3:1 verabsäumt, Ruhe in Spiel zu bringen. Wir haben eine Foul-Problematik bekommen und sind immer hektischer geworden. Da waren dann viel zu viele 1-gegen-1 Situationen, viel zu viele Dribblings und sind dann immer wieder in Konter gelaufen, die St. Pölten sehr gefährlich gespielt hat. Obwohl wir in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt haben, haben wir in Hälfte zwei gemerkt, dass wir einen Gegner vor allem physisch extrem fordern können. Nach dem 4:2 haben dann auch die Kräfte bei St. Pölten ein bisschen nachgelassen und dementsprechend sind wir zu einem verdienten Auswärtssieg gekommen, der in der Höhe vielleicht ein bisschen zu hoch ausgefallen ist. Andererseits zeigt auch genau das, unsere individuelle Qualität und wir die Kontersituationen dann auch solide fertig gespielt haben. Wir sind froh über diese wichtigen drei Punkte in St. Pölten und sind uns bewusst, dass dort auch einige Vereine Probleme bekommen werden. Ein sehr schwer zu spielender Gegner und große Qualität – auch das Drumherum mit Live-Übertragung und super Halle: wirklich sehenswert!

Torschützen:

  • 0:1 Hatzl
  • 0:2 Jatic
  • 1:2 Mosböck
  • 1:3 Jatic
  • 2:3 Hofbauer
  • 2:4 Meitz
  • 2:5 Dizdarevic
  • 2:6 Hatzl
  • 2:7 Hatzl
  • 2:8 Bajrami
  • 2:9 Meitz

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Video

2 - 9
Zeit

Schiedsrichter

Schiedsrichter
Gwandner Andreas
Assistent 1
Pemmer Manuel
Assistent 2
Schindl Michael

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