Der krasse Außenseiter: Maccabi Netanya Futsal (UEFA-Rangliste Platz 51)
Die Liga
Der Außenseiter der Gruppe darf zumindest für sich beanspruchen, am längsten im regulären Spielbetrieb gestanden zu haben: Erst am 28. Juni war klar, dass das Team aus der für ihre Zitronen bekannten Küstenstadt Netanja an der Champions League teilnehmen wird. Nach einer überraschend langen und durchaus ausgeglichenen Saison mit 26 Spielen im Grunddurchgang, den das Team als Tabellenführer beendete, folgte ein Thriller über drei Spiele gegen Ramat Gan im Halbfinale. Im Anschluss wurden die Dolphins Ashdod im Finale zweimal knapp mit 2:1 besiegt. Es war bereits der dritte Meistertitel in Folge für Maccabi.
Internationale Auftritte
Null Punkte, 7:25 Tore – das ist die Ernüchterung bringende Bilanz der letzten beiden Jahre in der Champions-League-Vorrunde. Das klingt im ersten Moment nicht gerade überzeugend, allerdings erwischten die Israelis in den vergangenen beiden Spielzeiten auch jeweils extrem schwierige Gruppen. Letzte Saison zog man sich mit einem 1:5 gegen Hjørring aus Dänemark, einem 1:2 gegen Clic Chișinău aus Moldau und einem 2:4 gegen AEK Limassol aus Zypern zumindest achtbar aus der Affäre. Im Jahr davor schied man gegen den bosnischen, georgischen und moldauischen Meister aus.
Der Kader
Ähnlich wie die Nordmazedonier stellt auch der israelische Meister das Gros der eigenen Nationalmannschaft: So hütet der bereits 37-jährige Maksym Khrypunov das Tor im Verein wie auch für Israel. Der bereits 45-jährige (!) Kapitän von Maccabi, Adam Cohen, führt zudem die Landesauswahl mit der Schleife aufs Parkett. Mit Dan Bar-El, Mahmoud Taha, Asaf Galgut und Tamir Shkolnik stellen die „Zitronenstädter“ zusätzlich die offensive Speerspitze der Nationalmannschaft. Letztgenannter traf übrigens bereits 2024 in der EM-Qualifikation beim 2:3 gegen Österreich zum zwischenzeitlichen Ausgleich. In der Qualifikation belegte die Landesauswahl zuletzt den respektablen dritten Rang – nach einem Sieg über Griechenland, einem Unentschieden gegen Estland und einer Niederlage gegen Norwegen.
Fazit
Auch wenn die Israelis bei ihren bisherigen internationalen Auftritten keineswegs Fallobst waren: Jeder Punktgewinn in Graz wäre eine mittlere Sensation. Zumindest Routine kann man dem erfahrenen Team keinesfalls absprechen, weshalb sie – ähnlich wie bei ihren letzten Auftritten in der Königsklasse – durchaus für knappe Ergebnisse gut sein können.

