UCLFutsal: FC Vrhnika (SLO)

In drei Wochen bereits startet Österreichs Meister AFC Graz ins Abenteuer Champions League: Als Gastgeber dürfen die Steirer den slowenischen, nordmazedonischen und israelischen Meister zur Vorrunde begrüßen. Warum die Aufgabe schwer, aber nicht unlösbar scheint, klären wir in unserer Champions-League-Vorschau.

Der Favorit: FC Vrhnika (UEFA-Rangliste Platz 25)

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Die Liga

Unbestritten gehört die slowenische Liga zu den Top 10 Ligen Europas – nicht umsonst sehen sich auch die österreichischen Vereine in den letzten Jahren gerne im Nachbarland um, um neue Spieler an Land zu ziehen. Die Liga dann auch zu gewinnen wie der FC Siliko Vrhnika, beweist, was für ein Klasseteam in Graz zu bewundern sein wird. Bereits in der Vorrunde der mit 11 Vereinen bestückten 1. SFL gewannen die Innerkrainer mit einem Respektabstand von 11 Punkten aus 18 Siegen und nur zwei Unentschieden. Nachdem im damit direkt erreichten Semifinale der Viertplatzierte Club PJ Benedikt in zwei Spielen klar besiegt wurde, entwickelte sich die Finalserie zu einem wahren Krimi. Vizemeister KMN Dobovec zeigte sich als würdiger Finalgegner: Nachdem beide Teams je zweimal ihre Heimspiele gewinnen konnten, gelang Vrhnika erst im Penalty-Shootout der vielumjubelte Finalerfolg.

Internationale Auftritte

Es wird dies das zweite Antreten der Slowenen in der Königsklasse sein, nachdem man letzte Saison nach dem errungenen Premierentitel 2024/25 erstmalig antreten durfte. Und die Reise nach Borås in Schweden zahlte sich aus: Nachdem das Auftaktspiel gegen den türkischen Meister Vangölü mit 25:6 (!) gewonnen wurde, stellten auch der estnische Meister aus Tallinn und Gastgeber Borås keine Hürde dar – sie wurden mit 5:0 und 5:1 von der Platte gefegt.

Somit konnte sich das 9.000-Seelen-Dorf gleich erstmalig für die Hauptrunde qualifizieren, wo man zunächst den Ukrainern Kyiv Futsal ein Unentschieden abtrotzte und den nordmazedonischen Meister FORCA mit 4:2 besiegte. Im alles entscheidenden Spiel vor toller Kulisse von 1.300 Zusehern in Ljubljana verlor man dann gegen den ukrainischen Meister FC HIT denkbar knapp mit 1:2, wobei der entscheidende Gegentreffer zur Niederlage erst Sekunden vor dem Ende fiel. Wie stark die Leistung einzuschätzen ist, zeigt, dass der FC HIT im folgenden Achtelfinale gegen Champions-League-Finalist Palma Futsal mit einem beachtlich engen Gesamtscore von 4:6 ausschied.

Der Kader

Chef-Trainer Mile Simeunovic, der sein Team zu den letzten beiden Meistertiteln führen konnte, vertraut auf eine junge (Altersdurchschnitt knapp über 23 Jahre), aber extrem talentierte Truppe. Absoluter Goalgetter des Teams ist der erst 23-jährige Jakob Rems, der als Ala letzte Saison 41 Tore für Siliko erzielte. Mit seinem 1:0 im letzten Finalspiel legte er zudem den Grundstein für die erfolgreiche Titelverteidigung. Gemeinsam mit Spielern wie Gašper Trdin, Tod Ciuha und Keeper Nejc Berzelak bilden sie inzwischen auch das Rückgrat einer jüngeren slowenischen Nationalmannschaft. Schmerzhafte Abgänge gab es dennoch: Mit Jure Suban, der nach Kroatien wechselt, und Lovro Trdin verlassen zwei slowenische Euro-Fighter den Verein. Mit Žan Zupančič, Dennis Bandur und Luka Letnar sollen gleich drei Spieler vom Ligarivalen FK Trzin die Abgänge ersetzen. Ebenfalls neu sind die bereits mit Länderspielen bedachten Alen Zgonc und Max Vesel, wobei Letztgenannter aufgrund einer Knieverletzung keine Rolle beim Quali-Turnier in Graz spielen wird.

Fazit

Der FC Vrhnika konnte bereits letzte Saison im Europacup aufzeigen. Trotz der jungen Altersstruktur lieferte man auch in der Liga mit der Titelverteidigung ab. Inzwischen bereichern einige Spieler des Kaders auch das slowenische Nationalteam, das zuletzt bei der Euro als Gastgeber glänzte. Auf dem Papier kann es de facto nur einen Favoriten auf den Aufstieg geben… gäbe es da nicht ein Nachbarland, das ebenso Zugriff auf den Markt talentierter slowenischer Spieler hat.

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