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ÖFB Futsal Cup – Bericht Gruppenphase

Er hat tatsächlich stattgefunden! Der aufgrund der Covid-Pandemie verschobene ÖFB-Futsal-Cup konnte unter strengen Auflagen am 26. und 27. Juni durchgeführt werden, schlussendlich waren nach dem kurzfristigen Rückzug von Futsal Klagenfurt elf Mannschaften am Start. Am ersten Turniertag wurden neben den vier Gruppen auch die Viertelfinals ausgespielt, ehe am Sonntag in den beiden Semifinals das Cup-Finale ermittelt wurde. In diesem behielt Rekordmeister Stella Rossa gegen Meister Diamant Linz die Oberhand, aber dazu später.

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Alle Tabellen und Ergebnisse findest Du hier.

Gruppe A

In Gruppe A kam es gleich im ersten Match zum Showdown um den Aufstieg ins Viertelfinale. Die mit nur einem Wechselspieler angereiste Käfig League ging gegen Zweitligist AC Vienna 2020 als Favorit in die Partie, brauchte am Ende aber eine Energieleistung in Form von Komel Alizadeh, um mit 5:4 als Sieger vom Platz zu gehen. Der technisch stärkste Spieler des Turniers schoss den ambitionierten AC Vienna mit vier Toren alleine vom Parkett. Der seit über einem Jahr bewerbslose Zweitligist Vienna hielt von Beginn weg ambitioniert dagegen und zeigte sich vor dem Tor eiskalt, dementsprechend lagen die Mannen von Trainer Jusits fünf Minuten vor Schluss noch mit 4:2 voran. Die zuvor mit ihren Chancen verschwenderisch agierenden Käfig-Kicker besannen sich in der Schlussphase doch noch auf’s Tore-Schießen, ein gut aufgelegter Keeper Florian Grois konnte die bittere Vienna-Niederlage nicht mehr verhindern.

Der amtierende Meister Diamant Linz stieg im zweiten Gruppenspiel ein. Im vorentscheidenden Match um den Gruppensieg ging es lange eng zu, nach Elmir Omeragics Führungstreffer in Minute 5 machte ein Doppelschlag von Felic und Dzinic den Deckel drauf, der bereits zuvor viel gelobte Komel Alizadeh konnte nur noch den Ehrentreffer erzielen, Endstand 3:1 für Diamant.

Im bereits fast bedeutungslosen Abschlussspiel der Gruppe zwischen AC Vienna und Diamant konnte der Zweitligist abermals gut mithalten, Christopher Fend bewies mit zwei Toren seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Linzer Kasten. Ebenso kaltschnäuzig spielte der Meister die Partie zu Ende. Ohne wirklich zu glänzen setzte sich der Favorit mit einem Gesamt-Score von 5:2 durch.

Gruppe B

Im ersten Spiel der Gruppe kam es gleich zum Derby zwischen Turnierfavorit Stella Rossa und Vienna Walzer. Die erstgenannten gingen als klarer Favorit ins Spiel, hatten doch etliche Spieler erst einen Nationalteam-Lehrgang absolviert, wohingegen die Walzer-Kicker die letzte Futsal-Saison aussetzten. Die Wiener gingen relativ früh durch Robert Bencun in Führung, verlegten sich dann aber darauf, das Ergebnis  zu verwalten. Das ging gegen die routinierte Walzer-Fünf fast gehörig ins Auge, ein Eigentor von Alec Flögel rüttelte die Ristovski-Truppe auf. Der Eigentorschütze bewies dann vor Nationalteamkollege Cesovic, dass er auch ins richtige Tor treffen kann, Manuel Gager war es vorbehalten, den 3:1 Endstand herzustellen.

Im zweiten Spiel traf die jüngste Truppe des Turniers, Zweitligist Panthera Graz, auf die älteste Mannschaft des Bewerbs, Vienna Walzer. Die im Schnitt 22 Jahre jungen Grazer legten gegen die im Durchschnitt 35-jährigen Wiener los wie die Feuerwehr, gingen auch durch Aaron Münch, der Teamkeeper Dino Cesovic bezwang, mit 1:0 in Front. In weiterer Folge gelangen dem ambitionierten Zweitligisten allerdings keine Tore mehr, zu eklatant war die Abschlussschwäche der Steirer. Wie man es besser macht, zeigte der älteste Mann am Parkett, Markus Holemar. Der ehemalige Fußballprofi und Schottland-Legionär brachte seine Truppe per Doppelschlag mit 2:1 in Front. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ehe Jusuf Felic mit dem Tor zum 3:1 den Arbeitssieg der Vienna eintütete.

In Spiel drei waren die Rollen klar verteilt. Der Sieg des Vizemeisters aus Wien gegen die Youngster aus Graz sollte nur Formsache sein. Doch das Match entwickelte sich zunächst anders. Nach einer Drangphase der Wiener vollendete Stipo Grgic den ersten Konter der Panthera zur überraschenden Führung. Manuel Gager stellte den Gleichstand sofort wieder her, ehe die Steirer per Doppelschlag durch Blazevic und Wellacher auf 3:1 stellten. In einer sehr hitzigen Phase schalteten die Wiener zwei Gänge hinauf, dem umstrittenen 3:2 durch Bencun folgten noch Tore von Vozenilek und Flögel, Stella führte erstmals. Der Underdog gab sich nicht auf und kam abermals durch Münch auf 4:4 heran. Ein Time-Out kurz vor Ende des Spiels besann die Stella auf alte Stärken, besonders Alec Flögel war nicht zu halten. Der Teamkicker durfte sich noch über drei Tore freuen, Endstand eines für die Zuseher packenden Spiels 7:4 für den Favoriten.

Gruppe C

Die Geschichte von Gruppe C ist schnell erzählt. Durch das Nichtantreten der Klagenfurter kam es nur zu einer einzigen Partie. Die Stella Rossa Juniors hatten in dieser mit 3:7 gegen Fortuna Wiener Neustadt das Nachsehen. Der Mitfavorit Fortuna musste dabei lange einem Rückstand hinterherlaufen, die Nationalspieler Meitz (3) und Binder (4) teilten sich die Tore mustergültig auf. Die Juniors, extrem ersatzgeschwächt und mit Fußball- und Futsallegende Herbert Gager als einzigem Wechselspieler, zeigten besonders am Anfang guten Futsal, am Ende ging ihnen erwartungsgemäß die Luft aus. Qualifiziert für’s Viertelfinale waren trotzdem beide Teams.

Gruppe D

Mit einer Mischung von Routine und jugendlichem Tatendrang gingen die in der Meisterschaft glücklosen Mannen von Libero Graz ins Turnier. Trainer Bojan Krpic musste sogar ins Tor gehen, allerdings bewies der Routinier, dass er auf jeder Position eine gute Figur abgibt. Im ersten Match gegen die topmotivierte PFC Liberta Legion zeigte auch der Rest der Mannschaft, dass sie im Turnier einiges vorhat. Nach einer Viertelstunde sah es sogar nach einem Sieg für Libero aus, Djordje Micic und ein Eigentor von Misic hatten die Steirer mit 2:0 in Front gebracht. Die als einziges Team mit einem zweiten Block angereiste Liberta bewies Kämpferqualitäten und einen langen Atem, Eigentorschütze Zivorad Misic und Andrija Randjelovic tüteten letztlich einen Punkt für den Favoriten aus Wien ein.

Im zweiten Match traf die junge Mannschaft des LPSV Kärnten im Pack-Derby auf Libero Graz. Die ohne Star-Spielertrainer Nuhanovic angetretenen Villacher mussten zwar früh das 0:1 durch Florian Weissenbrunner hinnehmen, zeigten aber durchaus beherzten Futsal. Belohnt wurde dies durch das zwischenzeitliche 1:1 durch Almir Piragic. Der von Nationaltrainer Barbic erstmals berufene Manuel Leeb zeigte, dass er bei den beiden letzten Teamlehrgängen einiges mitgenommen hat, mit zwei Treffern avancierte der wendige Ala schlussendlich zum Matchwinner. Auch Weissenbrunner zeigte mit seinem zweiten Tor auf, Endstand 4:1 für Libero.

Das Abschlussspiel zwischen Liberta und LPSV geriet ergebnistechnisch zu einer klaren Angelegenheit für den Favoriten aus Wien, allerdings mussten die Legionäre lange durchbeißen, ehe der klare 7:1 Sieg feststand. Nach Blitzführung durch Andrejic und dem 2:0 durch Misic gelang Florian Schaller der Anschlusstreffer zum 2:1. Dragan Radosavljevic erhöhte relativ humorlos auf 3:1, ehe er seinen lupenreinen Hattrick vollendete und auch Andrejic zwei weitere Tore nachlegen konnte.

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